Kurzantwort
Eine gute Praxissoftware für Hebammen nimmt dir nicht die Arbeit mit den Familien ab. Sie nimmt dir das Suchen ab: Wo steht der letzte Besuch? Welche Leistung passt dazu? Ist die Rechnung vollständig - und was muss noch raus an die Kasse?
Solche Programme heißen auch Hebammensoftware, Hebammenabrechnungsprogramm oder Rechnungsprogramm für Hebammen. Der Name ist egal. Wichtig ist, ob das Programm zu deinem Alltag passt: Besuch → aufschreiben → Rechnung → Datei für die Kasse. Ein schöner Kalender allein reicht nicht.
Woran du gute Software erkennst
Stell dir einen normalen Dienstag vor: drei Hausbesuche, dazwischen Anrufe, abends noch der Papierkram. Gute Software merkst du daran, dass du danach nicht alles zweimal anfassen musst:
- Frau, Termin und Notiz liegen beieinander - du suchst nichts in drei Ordnern.
- Du findest die passende Position aus dem Gebührenverzeichnis, ohne lange zu blättern.
- Kilometer und Wegegeld (50100–50400) stehen getrennt von den Zuschlägen für Abend, Nacht und Wochenende - beides gehört zur Rechnung, aber an die richtige Stelle.
- Du bekommst eine verständliche PDF-Rechnung plus Begleitzettel aus einem Guss.
- Die Datei für die Kasse wird vor dem Herunterladen geprüft, damit Fehler auffallen, bevor sie rausgehen.
Kalender, Fahrtenbuch, Kurslisten und eine ordentliche Akte sind dabei kein Zubehör. Sie entscheiden, ob dein Abend um acht endet oder um zehn.
Zum Wegegeld seit dem Hebammenhilfevertrag ab 01.04.2026: Der Weg selbst kennt keine Tag-/Nacht-Unterscheidung mehr, und die alten Pauschalen für kurze Wege sind weg - nachzulesen im Wegegeld-Ratgeber.
Was „elektronisch abrechnen“ wirklich heißt
Elektronisch heißt erst einmal nur: Die Rechnung geht als Datei raus, nicht als Stapel Papier. Es heißt nicht automatisch, dass jede Kasse sie so auch annimmt. Ehrlich ist meistens dieser Weg: geprüfte Datei herunterladen und selbst einreichen - über das Verfahren, das für deine Kassen gerade gilt.
MIDWIFELY: Prüfen, PDF und Datei vorbereiten gehören zusammen. GKV-Abrechnung mit ITSG-Zertifizierung. Für den Echtbetrieb bei nahezu allen Krankenkassen und Abrechnungszentren zugelassen. Details zum Einstieg klären wir im Onboarding-Gespräch.
Sieben Fragen vor der Entscheidung
Vergiss die lange Funktionsliste. Nimm einen echten Arbeitstag - einen Hausbesuch im Wochenbett - und spiele ihn in jedem Programm einmal durch:
- Bleiben alte Rechnungen so, wie sie damals richtig waren - auch nach einem Katalogwechsel?
- Kannst du die Leistung direkt nach dem Besuch am Handy eintragen?
- Findest du offene Doku und offene Rechnungen wieder, ohne Zettelstapel?
- Kommen Rechnung, Begleitzettel und Kassen-Datei nachvollziehbar aus einer Hand?
- Weißt du, wo die Daten deiner Frauen liegen und wer darauf zugreifen kann?
- Bekommst du alle deine Daten vollständig wieder heraus, wenn du gehst?
- Lassen sich deine Daten aus dem alten Programm übernehmen, ohne dass alte Rechnungen dabei umgedeutet werden?
Nimm für jeden Test dieselbe ausgedachte Familie und denselben Besuch. Dann vergleichst du Arbeitsabläufe statt Werbeseiten.
Wechseln, ohne die Vergangenheit zu verlieren
Ein Wechsel ist kein einfacher Datei-Upload. Kontakte, Kinder, Termine und alte Rechnungen hängen zusammen - und für alte Rechnungen galten teils andere Regeln. Ein sauberer Import zeigt dir deshalb offen: Was ist sicher drüben, und wo musst du noch einmal draufschauen?
MIDWIFELY übernimmt aktuell Daten aus miya (ZIP/CSV) und Hebamio (Datensicherung als JSON). Rechnungszeilen landen zur Kontrolle bei dir; Dokumente, Kurse und Partnerdaten versprechen wir nicht pauschal als „alles dabei“. Für andere Programme schauen wir uns deinen Export gemeinsam an.
Kurz gesagt
Software lohnt sich, wenn du nach dem Besuch nur noch fertig machen musst statt von vorne anzufangen: aufschreiben, prüfen, abrechnen. Genau dafür ist MIDWIFELY gebaut.